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ALL OF US

All of us (Länge: 00:19:48)

„All of us“ ist ein Found-Footage-Experimentalfilm von Personen, die als Medien agieren und Botschaften von übernatürlichen Wesen empfangen. Das jeweilige Medium versetzt sich dazu in eine meditative Trance, schaltet sein Wachbewusstsein aus, um einen nicht sinnlich wahrnehmbaren Teil der Welt durch sich sprechen zu lassen und damit eine aufgenommene Botschaft der „Geisterwelt“ zu verkünden.

Die Arbeit fokussiert den Übergangsritus des Mediums und damit die Liminale Phase, einem ästhetisch manifestierten Schwellenzustand zwischen Ein- und Ausgliederung der menschlichen Konstitution. Bevor daraufhin das Supranaturale durch das Medium spricht, wird das nächste Individuum in seiner Ausgliederung und Liminalität gezeigt, um die Homogenität dieses Ritus aufzuzeigen. Der Ton ist in dieser Arbeit asynchron gesetzt und erstreckt sich damit über die Grenzen des persönlichen Übergangs. Dies lässt es zu, die Medien miteinander verschmelzen zu lassen und das kollektive Bewusstsein des Phänomens zu verdeutlichen.

Das Metaphysische ist ein verbindender und integraler Aspekt des Menschseins. Ausgehend von einem phänomenologischen Ansatz, der sich der nicht normativen Beschreibung von Erscheinungen widmet, ist „All of us“ ein Versuch zu verstehen, wo Fremdheit herrscht. Wie lässt sich das Phänomen eines internalen Übergangs ästhetisch darstellen?

Die Arbeit positioniert sich zwischen einer ethnografischen Erfahrung und einer reflektiven Auseinandersetzung mit dem Medium „Medium“.